Beanbag

Ein Beanbag ist eine tolle Alternative zum klassischen Kamerastativ. Wie auch bei einem Stativ ermöglicht das Beanbag das sichere und stabile Platzieren der Spiegelreflexkamera. Dies ist besonders bei langen Belichtungszeiten notwendig. Der Vorteil des Beanbags gegenüber einem Stativ ist, dass es sich auf nahezu jedem Untergrund platzieren lässt, wo ein Stativ vielleicht keinen Halt findet. Zum Beispiel auf Geländern, Baumästen, u.ä. Für die Makrofotografie ermöglicht es einen sicheren Halt nahe am Boden/Tischplatte o.ä. und schützt Kamera und Objektiv vor Kratzern.

Das Beanbag besteht aus zwei Teilen: einem wasserabweisenden Innensack, sowie einem waschbaren Bezug mit Tragegriff.

Tipp: Ein tolles Geschenk für Hobbyfotografen!

Stoffe und Zuschnitte

Füßchenbreite Nahtzugaben sind bereits eingerechnet.

A Innen Baumwollstoff 2x 22 * 28 cm
B Außen wasserabweisender Stoff * 2x 22 * 28 cm
C Schlaufe wasserabweisender Stoff 2x 22 * 5 cm

* z.B. Leder, Segeltuch, beschichtete Baumwolle oder Ähnliches. Ich habe hier einen Polyester Oxford 250 verwendet (Blumenmuster). Dieser Stoff ist wirklich super zu verarbeiten. Leicht zu schneiden, franst kaum, bügelleicht und vielseitig. Der Stoff ist wasserabweisend und auch sehr robust. Ich habe daraus z.B. eine Laptoptasche oder eben die Beanbags genäht.

Foto-Anleitung

Als Erstes schneidest du alle Stoffteile zu.

Dann legst du die Stoffe B rechts auf rechts aufeinander und nähst rundherum mit füßchenbreiter Nahtzugabe. Lasse an einer kurzen Kante eine ca. 5cm große Wendeöffnung. Schneide die Ecken ab.

Wende den Stoff und steppe einmal knappkantig entlang der Seiten und Boden-Kante.

Fülle das Säckchen mit ca. 600g Granulat. Das geht am einfachsten, wenn du dir aus etwas Papier einen Trichter drehst.

Steppe dann auch die Kante mit der Öffnung knappkantig ab – dadurch wird auch die Öffnung geschlossen.

Lege dann die Stoffteile C rechts auf rechts aufeinander und nähe füßchenbreit entlang der langen Kanten. wende den Stofftunnel, bügel ihn glatt und steppe knappkantig entlang beider langer Kanten ab.

Lege einen Reißverschluss rechts auf rechts an eine kurze Kante eines Stoffteils B. Nähe diesen füßchenbreit an. (Dafür eignet sich ein Reißverschlussfuß – es reicht aber auch, wenn ihr die Nähmaschinennadel zur Seite versetzt – falls deine Maschine das kann). Am offenen Ende des Reißverschlusses, faltest du diesen wie im 1. Bild rechtwinklig nach außen.

Dann drehst du den Stoff um und steppst noch einmal knappkantig entlang der genähten Naht (Nahtzugabe liegt unter dem Stoff).

Wiederhole das mit dem anderen Stoffteil. Achte darauf, dass du die richtige Seite des Reißverschlusses umfaltest – Bild 3.

Fädel nun – wenn noch nicht geschehen – den Zipper ein. Wenn die Reißverschlussenden noch sehr lang sind, kannst du sie etwas kürzen (2cm sollten aber ruhig über stehen). Dann öffnest du den Reißverschluss zur Hälfte. Das Gurtband faltest du einmal mittig und legst es mit einem Abstand von 3cm zum Reißverschluss, mit den offenen Kanten an die Stoffkante von Stoffteil B (wie es im Bild eingezeichnet ist). Dann nähst du einmal mit füßchenbreiter Nahtzugabe rund herum. Schneide die Ecken ab, die Nahtzugaben mit der Zackenschere zu oder versäubere die Kanten – das verhindert weiteres Ausfransen.

Nun musst du den Sack nur noch wenden, die Ecken schön ausformen und den Innensack mit dem Granulat in den Außensack stecken. Reißverschluss schließen und fertig.

Klappts nicht?

Ich versuche die Schritte möglichst nachvollziehbar zu erklären, was nicht immer einfach ist. Wenn etwas nicht verständlich war, du einen Fehler entdeckt hast oder einfach eine Frage hast, schreib mir einfach eine Mail an info@selbernaehen.net oder eine Nachricht bei Facebook.

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